Dienstag, 26. januar 2010
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11:49
Hallo!
Ist das nicht eine furchtbare Nachricht? Als ich davon das erste Mal gehört habe, war ich ehrlich geschockt. Denn das ist nicht so weit weg wie in Haiti, nein, das ist hier in Deutschland und es
ist „zu Hause“ passiert.
„Zu Hause“, das ist für mich der Inbegriff des Cocooning. Das ist meine „Höhle“, mein Rückzug von der Welt und „zu Hause“ vermittelt ja auch immer Geborgenheit und Schutz und dann fällt einem
buchstäblich der „Himmel“ auf den Kopf. Das eigene Heim wird zur Todesfalle. Der Rest der Familie tut mir wirklich sehr leid. Es ist erstmal schrecklich, dass Vater und Tochter (45 und 18 Jahre)
durch einen Felssturz auf das eigene Wohnhaus im oberbayerischen Landkreis Traunstein ums Leben gekommen sind. Da nützt es auch recht wenig, dass es wohl ein noch ungeklärtes, einmaliges Phänomen
sei mit dem Felssturz und dass es dafür keine Anzeichen gegeben hat. Aber als Hinterbliebene – da klafft nicht nur ein riesiges Loch im Haus, sondern auch in einem selbst und ich fürchte auch die
Fragen: „Warum nicht ich? Warum musste es meinen Partner bzw. mein Kind treffen?“ werden der Frau durch den Kopf schießen.
Das ist eine Tragödie, die man niemandem wünscht. Wenn ich daran denke, dann schaudert es mich.
Eure
Anne